AKJ stat
Forschungsverbund DJI

Die Arbeitsstelle

Erschienen: KomDat Jugendhilfe 1/2012

Kinder- und Jugendhilfe als Wachstumsmotor des Arbeitsmarktes: Die aktuelle Ausgabe unseres Informationsdienstes weist auf erstaunliche Ergebnisse zum Personal in der Kinder- und Jugendhilfe hin. Nie waren in der Kinder- und Jugendhilfe mehr Personen tätig als Ende 2010, Anfang 2011. Obgleich das Wachstum erwartungsgemäß vor allem durch den „U3-Ausbau“ zustande kommt, haben auch nahezu alle anderen Arbeitsfelder dazu gewonnen.Gegenwärtig arbeiten - die Tagespflegepersonen nicht mitgezählt - mehr als 730.000 Personen in der Kinder- und Jugendhilfe.

zum Heft

Neu: Der U3-Ausbau und seine personellen Folgen – Aktualisierung der Personalbedarfsberechnung für den Zeitraum März 2011 bis August 2013

Anfang 2010 wurde von Rauschenbach/Schilling eine Untersuchung zum Fachkräftebedarf aufgrund des Ausbaus U3 mit sehr differenzierten Länderanalysen vorgelegt. Die Bedarfsberechnungen basierten seinerzeit auf den Ergebnissen der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik zum Stichtag 1.3.2009 sowie der Zielperspektive im Jahre 2013 für 32% der unter 3-Jährigen in Westdeutschland und für 50% der unter 3-Jährigen in Ostdeutschland (einschl. Berlin) Kinderbetreuungsangebote zu schaffen. Inzwischen sind fast zwei Jahre vergangen, in denen die Angebote ausgeweitet, in umfangreichem Maße Personal eingestellt und die Zielperspektive auf 37% West und 51% Ost neu bestimmt wurde.

Deshalb ist es an der Zeit, die seinerzeit durchgeführten Berechnungen zu aktualisieren und den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. In dem hier abrufbaren Untersuchungsbericht werden die Berechnungen zum Personalbedarf und zu den Personaldeckungsmöglichkeiten dargestellt.

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„Hilfen zur Erziehung – Karussellfahrt zwischen Kindeswohlgefährdung, Kompetenzentwicklung und knappen Kassen“ . Fachtagung am 08. Februar 2012

Hilfen zur Erziehung gehören zu den zentralen Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Eine Zunahme der Inanspruchnahme, eine Ausdifferenzierung des Leistungsspektrums, eine z.T. heikle Gratwanderung zwischen Hilfe und Kontrolle oder auch Veränderung der Lebensverhältnisse markieren zentrale Entwicklungslinien. Für Nordrhein-Westfalen (NRW) wird seit rund einem Jahrzehnt einmal jährlich über Stand und Entwicklung des Arbeitsfeldes berichtet.

Am 08. Februar 2012 haben wir auf der Basis von Ergebnissen des überörtlichen Berichtswesens die Hilfen zur Erziehung in NRW bilanziert und Perspektiven entwickelt. Der Fachtag im Wissenschaftspark Gelsenkirchen wurde von den Landesjugendämtern und der AKJStat veranstaltet. Hier geht es zu den Beiträgen

 

Kinder- und Jugendhilfereport  3. Bilanz der empirischen Wende

Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik hat den Kinder- und Jugendhilfereport 3 vorgelegt. Der Sammelband versteht sich als Bilanz einer empirischen Wende. So ist es in und für die Kinder- und Jugendhilfe unverzichtbar geworden, sich mit Empirie und Statistik auseinanderzusetzen. Der Band basiert vor allem auf  Auswertungen, Analysen und Kommentierungen der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik zu Personal- und Strukturfragen, dem Selbstverständnis der Kinder- und Jugendhilfe, regionalen Disparitäten sowie dem Weiterentwicklungsbedarf der Kinder- und Jugendhilfestatistik. Für alle an der Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe Interessierte, für Fachkräfte in Leitung, Planung und Qualitätsentwicklung, aber auch für Politik und Wissenschaft liefert der Kinder- und Jugendhilfereport 3 fundierte Informationen.

Der Herausgeberband ist im Buchhandel für 19,95 Euro erhältlich: Rauschenbach/Schilling (Hrsg.): Kinder- und Jugendhilfereport 3. Bilanz einer empirischen Wende, Weinheim und München (Juventa-Verlag) 2011, ISBN 978-3-7799-1118-0.